Divine Cast
26.06.2012
Momper
Kommentare: 2
Während sie die Insel erkunden, begegnen sie einem Mann, der dort ebenso wenig wie sie selbst hinzugehören scheint. Er trägt die zerschlissene Hose eines Geschäftsanzuges und ein passendes Hemd. Und er führt archaische Waffen mit sich. Doch scheint er die drei Gestrandeten nicht zu bedrohen, sondern er bietet sogar seine Hilfe an. Er stellt sich ihnen schließlich als Rob vor – nach Robinson Crusoe – und er ist ebenfalls erwacht und kann den dreien ein paar Dinge erklären. Er kann sich nicht an seinen richtigen Namen erinnern, aber ihm ist völlig bewusst, dass er sich in einer virtuellen Umgebung befindet. Allerdings sucht er keinen Ausweg, sondern er ist erfreut über das Auftauchen der drei. Tatsächlich scheint er sich so sehr nach Gesellschaft zu sehnen, dass er schnell Vertrauen fasst und ihnen nicht nur seine Unterkunft zeigt – und den Trick, mit dem er sie verbirgt – sondern auch noch von der Manipulation des Mesh erzählt. Alle drei lernen, das Mesh zu kontrollieren und auf verschiedene Arten umzuformen. Und während sie zum ersten Mal seit ihrem Erwachen einen Moment der Ruhe erleben, tauchen bei jedem von ihnen Erinnerungsfetzen auf. Michele erinnert sich daran, ein uneheliches Kind zu haben. Credo hat in dem Wüstenlager eine asiatische Frau namens Phoebe kennen gelernt. Und Kate ist es gelungen, in den gesicherten Server eines Unternehmens namens „Green Breed“ einzudringen – das von einem Mann namens Allan Granger geleitet wird - und bedenkliche Daten zu stehlen, aber sie wurde erwischt.
Als sich Rob schließlich auf die Jagd macht, um für sie alle etwas zu Essen zu besorgen, entschließen sich Kate, Credo und Michele, die Nummern von ihren Handrücken zu schneiden. Betäubt von Schmerzen bemerken sie zu spät, dass sich die Eingeborenen – das Sicherungssystem dieser Welt – vor der Höhle sammeln. Michele, ganz Mann der Tat, setzt zum Angriff an und wird von den anderen beiden unterstützt. Dank der neu erlernten Netzhexerei besiegen die drei ihre Angreifer mit knapper Not, um dann schließlich zu bemerken, dass der geflügelte, schakalköpfige Jäger sie wieder gefunden hat. Und schlimmer noch: Er hat Rob unter seine Kontrolle gebracht. Wieder müssen sie fliehen. Diesmal jedoch ist ihnen der Jäger so viel näher auf der Spur und greift mit Betäubungspfeilen an. Als Kate schließlich getroffen wird und zusammenzubrechen droht, gelingt es Credo – im Gegensatz zu Michele, der in dem Mädchen eher eine Belastung sieht – sie mit sich auf die Vulkanspitze zu tragen. Der Vulkan ist der Mittelpunkt der Insel, und die drei vermuten richtig, dass sich in seinem Inneren der Zugang zum Mesh befindet. Mit letzter Kraft gelingt ihnen eine erneute Flucht, als sie sich mitten hinein werfen und einen weiteren Zufallssprung unternehmen.
Als sie in der nächsten Welt erwachen, werden sie bereits vom Sicherheitssystem empfangen.
Sie finden sich wieder in einem Wild West-Setting und werden vom Sheriff der nahe gelegenen Stadt Weeds verhaftet. Die Drei sind ganz einfach zu unangepasst gekleidet, um nicht sofort aufzufallen. Außerdem ist das System in Alarmbereitschaft und auf der Suche nach ihnen. Der Sheriff steckt sie ins Gefängnis und spricht davon, ein Oberhaupt der örtlichen Familien zu Rate zu holen. Der eher schüchterne Deputy Pete verrät den drei Gefangenen nach einigem Nachfragen, dass das ihm bekannte Land rund um die Stadt von fünf großen Familien und Claimbesitzern beherrscht wird. Dass es sich dabei um an das Setting angepasste Erscheinungsformen der fünf Herrscher über das Netzwerk handelt, ist schnell offensichtlich.
In der Zelle bricht erneut ein Streit zwischen Michele und Kate aus, als sie ihn dank ihrer neu entdeckten Mesh-Manipulation versehentlich gegen die Wand der Zelle schleudert. Doch ehe der Konflikt eskaliert, bekommen die drei Gefangenen Besuch. Eine Frau namens Ma Baker betritt das Gefängnis und beginnt Fragen zu stellen. Sie offenbart sich schließlich als Architektin der virtuellen Welten. Michele und Credo gelingt ein Schelmenstück sondergleichen, als sie der Frau vormachen, sie wären Bots. Im Glauben, sie hätte die beiden dank ihrer Admin-Rechte lahmgelegt, will sich Ma Baker nun Kate vorknöpfen, als von außerhalb des Gefängnisses deutlich Kampflärm zu hören ist. Die Böse Bande fällt über Weeds her und hat dabei die Gestalt von Indianern angenommen.
Ma Baker hat nicht zu viel versprochen, als sie behauptete, die Architektin der Welt zu sein. Auf eine Handbewegung hin versiegelt sie das Gefängnisgebäude und lässt es voll Wasser laufen, um Kate zu töten. Dann erst muss sie überrascht feststellen, das Michele und Credo doch keine Bots sind, als Michele dank seiner Mesh-Manipulation plötzlich eine Waffe in der Hand hat und der Frau eine Kugel ins Gesicht jagt. Sie entflieht mit knapper Not und schwer verletzt durch ein eilends erstelltes Loch in der Wand und verlässt die Welt.
Die drei Gefangenen fliehen aus den Zellen und finden ein Schlachtfeld vor der Tür vor. Gizmos Kinderbande hat ganze Arbeit geleistet. Offenbar sind sie hier, um Herzen zu besorgen. Verstreut liegende Leichen mit geöffneten Brustkörben künden davon. Kate, Credo und Michele tun es ihnen gleich und bedienen sich. Zudem kleiden sie sich neu ein und stehlen Pferde.
So schnell die Böse Bande gekommen ist, so schnell verschwindet sie auch wieder und hinterlässt nichts als rauchende Ruinen. In Ermangelung besserer Ideen und in der Hoffnung auf noch mehr Antworten folgen die Drei ihnen und finden sie schließlich in einem improvisierten Lager.
Gizmo hat ein paar Kugeln vom örtlichen Sicherheitssystem gefangen und wird gerade von einem Mädchen, das ebenso zu Bande gehört und Beanie heißt, mit Netzhexerei geheilt. Diese Gelegenheit nutzt Credo, um diese Kunst zu lernen.
Sie sind eigentlich gekommen, um Isis – die hier die Gestalt der Ma Baker hatte - zu ärgern, wenn sie schonmal in einer der freien Welten Khems auftaucht, erläutern die Banditen. So ist es immer. Die Götter tauchen auf. Die Bande macht Ärger und verschwindet. Offenbar hat die Kinderbande eine Menge Spaß an diesem Leben.
Gizmo, Kick, Beanie, Buzzle, Pooty und Wacko. Die Böse Bande lässt sich tatsächlich hinreißen, etwas über sich zu erzahlen – wie immer verpackt in flache Beleidigungen und unflätige Possen. Offenbar sind die sechs Kinder der übrig gebliebene Rest der ersten Probanden, die in die Röhren gesteckt und ins Netzwerk eingeschleust wurden. Gizmo verrät schließlich seine eigene Nummer: 1. Er ist der Allererste. Aber die Nummer wird niemandem mehr etwas nützen. Denn – und hier lässt er eine kleine Bombe platzen – sie alle sind bereits tot und jetzt Geister, Erinnerungen, Überbleibsel in der Maschine. Und der schakalköpfige Jäger, der Kate, Credo und Michele bereits zweimal verfolgt hat, gehörte einmal zu ihnen und trug den Namen Dervish – als Verdrehung seines echten, indischen Namens Devesh – bevor er die Seiten wechselte, erwachsen wurde und die Gestalt des Anubis annahm.
Kate ist davon wohl am meisten berührt, und sie fragt Gizmo nach seinem richtigen Namen. Auch wenn es für den Jungen mit dem Irokesen mit viel Widerwillen verbunden ist, verrät er ihn ihr schließlich unter vier Augen. Sein Name war einmal Oliver Granger, sagt er.
Eine zweite Bombe ist geplatzt.
Außerdem erfahren die drei Gestrandeten von einer Welt, die die Banditen Lost Havens nennen. In jenem unzugänglichen Reich, sagt Gizmo, würden alle vergessenen Erinnerungen gespeichert. Credo, Michele und Kate haben ihr nächstes Ziel gefunden.
Von seinem erhöhten Ausguck vermeldet der Böse Bandit Wacko plötzlich, dass Weeds neu geladen wird und aufersteht. Das ist das Zeichen für alle, die Welt zu wechseln. Offenbar braucht die Böse Bande keinen offenen Zugang zum Mesh. Die Kinder verschwinden einfach hinter einer Biege und sind ohne ein weiteres Geräusch verschwunden. So leicht haben es Michele, Kate und Credo allerdings nicht. Sie müssen einen beschwerlichen Ritt zur Spitze eines Canyons auf sich nehmen, ehe sie vom höchsten Punkt springen und im Mesh verschwinden.
Wieder scheinen sie das Bewusstsein verloren zu haben. Und als sie aufwachen sitzen sie in einem Zug, der gerade in eine Stadt namens Boroughs einfährt – die viktorianische Gaslichtvariante einer englischen Stadt. Und wieder sind sie unangemessen gekleidet, und der nächste Ärger lässt nicht lange auf sich warten, als sie kurz nach dem Verlassen des Zuges am Bahnhofsgebäude Steckbriefe entdecken, auf denen ihre Gesichter prangen.
Offensichtlich hat Isis nicht nur überlebt, sie hat sich auch die Gestalt der Simuloiden – der virtuellen Körper von Michele, Credo und Kate – eingeprägt und veröffentlicht.
Und zu allem Überfluss stehen die Polizisten schon bereit.
02.07.2012 09:34
Hachja...das waren noch Zeiten^^
Golli (Gast)
03.07.2012 16:52
Klingt seeehr spannend :)
Name E-Mail
www
 
Nachricht
 
Bitte trag das Ergebnis nebenstehen ein:

4 plus 2

=