Fiction
10.08.2013
Sonnata
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"Komm mit, wir fahren zu Tante Hettie ins Krankenhaus. Sie wird heute entlassen und wir brauchen starke Arme, die sie aus dem Bett in den Rollstuhl heben."
Gar nicht mal so ungeschickt. Von einer Tante Hettie, die im Krankenhaus lag, hatte er sie tatsächlich schon öfter reden hören. Er nickte der Mutter mit einem angedeuteten Lächeln zu, legte den letzten abgewaschenen Teller in den Abtropfkorb und trocknete sich die Hände.
Während er sich die Schuhe anzog, dachte er kurz nach. Sein Adressbuch steckte in einer Seitentasche seiner Hose, die Geldbörse hatte er dabei und seinen Ausweis und die Bankkarte ebenfalls.
Die plötzliche Gewissheit, nie wieder hierher zu kommen, fühlte sich seltsam an.
Trotzdem scheute er nicht davor zurück, seine Pläne in die Tat umzusetzen.
Seine Schuhe waren verschnürt und er schob diese Gedanken weit von sich. Freundlich und voller Besorgnis um die arme Tante Hettie im Krankenhaus folgte er dann der Mutter nach draußen. Sie beobachtete ihn schweigend und wachsam.
Beim Auto warteten bereits der Vater und der Sohn und als sie alle einstiegen platzierten sie ihn geschickt so, dass er bei der hinteren Tür saß, an der schon seit Jahren die Kindersicherung das Öffnen von innen unmöglich machte.
Und wenn schon. Er hatte ohnehin nicht geplant, auszusteigen, ehe sie das Krankenhaus erreichten.
Während der Fahrt wurde wenig gesprochen, aber er spürte ihre wachsende Anspannung.
Als sie schließlich am Krankenhaus anhielten, wechselte die Familie bedeutsame Blicke, ehe sie alle ausstiegen. Er bemühte sich, ruhig zu atmen, obwohl ihm das Herz bis zum Halse schlug. Während er zögernd aus dem Auto stieg, verschaffte er sich schnell einen Überblick.
Bis zur Aufnahme waren es vielleicht vierzig Meter. Er hatte gehofft, dass der Vater keinen Parkplatz so nah am Gebäude finden würde. Das Auto wurde verschlossen und sie machten sich auf den Weg in Richtung Aufnahme. Dort warteten vier Sicherheitsmänner, die allerdings noch keine Notiz von ihnen nahmen. Links ragten die gläsernen Hochhäuser mit den Büros der Banken, Versicherungen und Handelsgesellschaften in den Himmel.
Hinter ihm verlief eine breite Hauptstraße und zur Rechten hin begrenzte ein kleiner Park mit Grünanlagen das Krankenhausgelände. Dahinter lag, wie er wußte, die Einkaufsmeile.
Sein Ziel.
Dort hätte er genügend Möglichkeiten sich zu verstecken oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln eine gewisse Strecke zurückzulegen, ehe man ihn finden konnte.
Sein Halsring bereitete ihm Sorgen. Er war sich nicht sicher, ob man ihn orten konnte.
Leider war es ihm nicht möglich, ihn ohne Hilfe abzulegen.
Wenn das Glück auf seiner Seite war, dann wußte er, wo er den Mann finden konnte, der in der Lage war, ihm dabei behilflich zu sein. Seine Kontakte von früher kamen ihm jetzt gelegen.
Er hatte in den letzten Tagen mehrmals versucht Kontakt aufzunehmen und hoffte, dass alles glatt gehen würde, obwohl er keine Möglichkeit gehabt hatte, eine Antwort zu empfangen.
Die Familie umringte ihn mehr oder weniger, seit sie sich auf den Weg zur Aufnahme gemacht hatten und die Mutter mußte hinter seinem Rücken ein Zeichen gegeben haben, denn zwei der Wachleute kamen auf sie zu.
Vielleicht wirkte er nun doch zunehmend nervös. Noch ein paar Meter weiter auf der rechten Seite gab es eine Lücke zwischen den parkenden Autos, die er anpeilte. Dort würden sich ihre Wege endlich trennen.
Die Wachleute näherten sich jetzt mit schnellen Schritten und er kalkulierte besorgt die Zeit, die sie bis zu seinem Fluchtweg noch brauchen würden.
Sie trafen beinahe gleichzeitig dort ein.
Die Familie trat beiseite, als hätte er eine ansteckende Krankheit, als der Sicherheitsdienst sich an ihn wandte:
"Folgen sie uns bitte, ohne Widerstand zu leisten."
Er peilte kurz zurück über seine rechte Schulter. Der Sohn stand halb rechts hinter ihm.
Vor ihm hatten sich beide Sicherheitsleute aufgebaut und der Rest der Familie hatte sich links gesammelt.
Länger zögerte er nicht. Er verpasste dem rechten Sicherheitsmann einen überraschenden Kinnhaken, schubste den Sohn und den zweiten Sicherheitsmann zurück und rannte los.
Beinahe wäre er mit einem Mann zusammengeprallt, der plötzlich inmitten einer Familie zwischen den parkenden Autos stand. Er stoppte gerade noch und in Bruchteilen von Sekunden registrierte er ihre erschrocken aufgerissenen Augen und Münder.
Der Mann in der Mitte trug ebenfalls einen Halsring.
Selbes Schicksal, was? Tut mir leid Kumpel, ich muß weiter.
Er hielt sich nicht lange auf und stieß den Familienvater im Vorbeilaufen gegen das Auto.
Hinter sich hörte er Protestrufe und dumpfe metallische Geräusche, dann plötzlich schnelle Schritte. Verdammt! War der zweite Wachmann doch nicht zu Boden gegangen?
Er lief im Zick-Zack-Kurs im Bogen zwischen den Autos durch und riskierte einen kurzen Schulterblick. Die Person, die hinter ihm herlief, trug keine Uniform, soviel hatte er auf den ersten Blick gesehen.
Vor ihm kamen die ersten Bäume in Reichweite und er sprintete noch einmal so schnell er konnte, um in ihren tiefdunklen Schatten und den Ziersträuchern unterzutauchen, ehe er sich noch einmal umsah.
Es war tatsächlich kein Wachmann, der ihm gefolgt war. Es war der Mann mit dem Halsring.
Er war schon ziemlich aus der Puste, schien aber entschlossen, ihn nicht aus den Augen zu verlieren. Er durchquerte die Baumgruppe, änderte in ihrem Schutz die Richtung, lief über ein Rasenstück und kletterte über den schulterhohen Zaun, auf dessen anderer Seite eine belebte Strasse verlief. Direkt vor ihm an der Bushaltestelle waren gerade die letzten Passagiere in einen Linienbus gestiegen und die Türen waren noch geöffnet. Das Glück war tatsächlich mit ihm.
Er sprang hinein und drehte sich um. Der andere Mann mit dem Halsring hatte ebenfalls den Zaun überquert und humpelte eilig auf den Bus zu.
Leise fluchend wich er noch etwas zurück, um ihm Platz zu machen. Zwar konnte er keinen Begleiter gebrauchen, aber jetzt zu versuchen, ihn los zu werden, wäre zu auffällig.
Der beeilte sich, einzusteigen und die Türen schlossen sich zischend hinter ihm.
Die Ampel schaltete auf grün und der Bus fuhr dröhnend an und sortierte sich in den fließenden Verkehr, der dem großen Einkaufszentrum entgegenstrebte.
Außer Atem versuchte er unauffällig die anderen Passagiere im Auge zu behalten. Zog einer ein Handy? Schauten sie auf seinen Halsring? Beachteten sie ihn überhaupt?
Der andere Unfreie keuchte auch immernoch von dem Hindernisparcour, den sie überwunden hatten.
Niemand schien sich an ihnen zu stören. Die meisten anderen schauten mit stumpfem Blick irgendwo anders hin.
Der andere Unfreie tippte ihn an und hielt ihm die Hand hin. "Bernie."
Er zögerte überrascht, nahm die Hand aber dann und sagte: "Tinker."
Bernie lächelte. "Sehr erfreut, dich kennen zu lernen, Tinker."
Tinker schaute Bernie einen Moment lang verständnislos an, der sich jetzt zu ihm herüberbeugte und verschwörerisch flüsterte: "Du hast doch einen Plan, oder? Als ich dich weglaufen sah, dachte ich mir: Jetzt oder nie! Und bin auch gelaufen."
Bernie war etwas beleibter als Tinker und schien Entbehrungen nicht gerade gewöhnt zu sein. Er könnte ein Risiko sein. Nein, falsch. Er war bereits jetzt ein Risiko.
Der Bus ächzte in einer engen Kurve und man hörte scharrende Füße und quietschende Haltegriffe. Tinker stellte sich auf die Zehenspitzen und warf einen Blick aus dem Fenster.
Dort kam die nächste Bushaltestelle.
Er drückte den Knopf und positionierte sich neben Bernie.
Leise sagte er zu ihm: "Wir steigen aus."
Bernie lächelte erfreut und nickte eifrig.
Sie verließen den Bus und Tinker tauchte mit Bernie in die pulsierende schöne Einkaufswelt ein. Sie hielten sich nirgendwo auf, sondern schwammen mit dem Strom der Konsumenten und mischten sich unters Volk. Sie besorgten sich neue Kleidung und duckten sich dann an anderer Stelle unter den aufmerksamen Augen des Kaufhauswachdienstes vorbei.
Als sie das riesige Gebäude verließen hatten sich beide ein etwas anderes Äußeres zugelegt, das vor allem darauf abzielte, den Halsring zu verbergen.
Einfach war das nicht, denn seit die neue Ordnung herrschte, hatte sich die Mode verändert.
Es galt als schick, weite und lässige Kragen und Ausschnitte zu tragen, die es anderen ermöglichten, den Hals zu sehen und auf diese Weise zu demonstrieren, dass man frei war.
"Wohin jetzt?" fragte Bernie.
"Wir müssen diese Ringe loswerden. Ich kenne da jemanden, aber bis zur vereinbarten Zeit können wir..."
Er hatte kaum ausgeredet, als ein gewaltiger Donnerschlag durch die Straßen hallte.
Nicht nur Bernie und Tinker sahen sich verwundert um. Die Menschen auf den Straßen waren stehen geblieben und schauten alarmiert in alle möglichen Richtungen. Manche schienen offenkundig schockiert, andere waren bestenfalls erstaunt, aber alle hatten für einen Moment inne gehalten.
"Was war das?" Tinker runzelte die Stirn.
Er deutete mit dem Kopf die Straße herunter und sie gingen zielstrebig durch mehrere kleinere Passagen, während von überall her die Sirenen der Polizei und Rettungswagen zu hören waren. Und überall hatten sich Trauben von Menschen gebildet, die verstört die neuesten Gerüchte über den lauten Knall austauschten.
Sie erreichten die Schaufenster eines Elektronikgeschäftes, das mit mehrenen Monitoren dekoriert war, die alle dasselbe Programm zeigten. Sie mischten sich unter die anderen Schaulustigen, die hier auf die Nachrichten warteten.
Die Bildschirme zeigten die zerstörte Fassade eines Gebäudes mit dem Untertitel: Explosion im Postamt -- live news --.  Eine junge Journalistin sprach aufgeregt ins Mikrofon. Hinter ihr stiegen noch letzte Rauchschwaden aus der aufgesprengten Tür auf und ein Notärzte-Team schob einen Verletzten aus dem Gebäude auf einen Rettungswagen zu.
Die Kamera schwenkte, um dem Verletzten zu folgen und zeigte auch Schaulustige, die sich hinter der Absperrung eingefunden hatten.
Erst auf den zweiten Blick erkannte er Racoon zwischen den anderen Passanten. Sie sah nicht so aus, wie er sie in Erinnerung hatte, mit Cargohose und Kampfstiefeln. Hier trug sie ihr Haar hochgesteckt, grelle Schminke veränderte ihre Züge und sie kaute gelangweilt auf einem Kaugummi. Unter der Jeansjacke ließ ihr weiter Ausschnitt mehr sehen, als ahnen und ihre riesigen Ohrringe blinkten im Sonnenlicht.
Er hatte sie erst ein Mal so gesehen. Damals hatte sie sich als "nette Schlampe von nebenan" verkleidet, um sich inkognito unter das Volk zu mischen. Sie konnte ein echtes Chamäleon sein.
Sie zu sehen traf ihn mehr, als er vermutet hätte. Gerührt beobachtete er, wie sie Kaugummi kauend die Arme auf die Absperrung legte, um sich abzustützen.
Und dann dämmerte ihm, dass es einen Grund dafür geben mußte, dass sie dort stand. Sie schaute sich Katastrophen immer nur dann aus der Nähe an, wenn sie an deren Ursache beteiligt war und sichergehen wollte, daß niemand ernsthaft zu Schaden gekommen war.
Er holte überrascht Luft. Waren die anderen etwa auch da?
Bernie stieß ihn von der Seite an. "Was'n?"
Er schaute nur weiter schweigend auf die Monitore und versuchte, sich zu sammeln.
Bernie schaute wieder auf die Bildschirme.
Das Geräusch eines Helikopters hallte laut durch die hohen Straßenkorridore und er hob den Kopf. Es war nur ein Rettungssanitäter, keine Polizei und er verschwand bereits wieder hinter den Häusern. Er schien zur Landung anzusetzen.
Die Kamera schwenkte jetzt weiter und zeigte einen Helikopter, der gerade zur Landung ansetzte und der Wind, der von ihm ausging zerrte an der Kleidung und dem Haar der Schaulustigen im Hintergrund. Es war ein Helikopter der Rettungssanitäter.
Tinker vergaß für einen Moment zu atmen. Es war derselbe Helikopter, der gerade über ihm vorbeigeflogen war. Er konnte nicht allzu weit von diesem Geschehen weg sein.
Eine unerklärbare Nervosität stieg in ihm auf und er hatte den Drang auf der Stelle zum Unfallort zu eilen, um Racoon zu suchen. Er mußte mit ihr reden. Anscheinend konnte sie sich in der Öffentlichkeit frei bewegen. Sicher wüßte sie, wo die anderen waren.
Er wandte sich an Bernie. "Wo ist das?" Als Bernie nicht sofort antwortete legte die Ungeduld eine unüberhörbare Schärfe in seine Stimme und er griff nach Bernies Arm. "Bernie?!"
"D-das P-postamt? N-nicht weit von hier."  deutete mit einem Arm die Straße herunter, offensichtlich erschüttert durch Tinkers plötzlichen Ausbruch.
Tinker ließ ihn los und wandte sich in die angegebene Richtung.
"Warte mal!" Bernie hielt ihm am Ärmel fest.
Er wandte sich um. "Was?"
"Du kannst mich doch jetzt nicht allein lassen!"
Tinker starrte ihn an.
"Bitte," Bernie hatte ihn noch immer nicht los gelassen, "lass uns erst mal zu diesem Typen gehen, der die Ringe entfernen kann. Sonst fallen wir zu sehr auf!"
Tinker atmete tief durch und es fiel ihm verdammt schwer, Bernie nicht einfach abzuschütteln und loszulaufen.
Bernie hatte Recht. Selbst wenn er die anderen finden würde wäre es besser, den Ring los zu sein, sonst wäre er eine zu große Gefahr für sie. Außerdem würden sie ihm auch unerwünschte Fragen stellen. Und dass Bernie ohne ihn nicht weit kommen würde war inzwischen offensichtlich geworden. Er konnte ihn jetzt nicht einfach allein lassen.
Er biß schwer atmend die Zähne zusammen und ballte die Fäuste. Ein solcher Zufall, eine solche Gelegenheit bot sich vielleicht kein zweites Mal.
Trotzdem.
Zeit. Er brauchte mehr Zeit, um Informationen zu sammeln und Kontakte zu reaktivieren.
Er atmete noch einmal tief durch und schaute wieder zum Monitor. Racoon war wieder im Bild, als eine von vielen Schaulustigen. Sie richtete sich auf, legte wie zum Abschied noch einmal die Hand auf die Absperrung und drehte der Kamera den Rücken zu, um sich ihren Weg durch die Menge zu suchen.
Tinker wandte sich ab. "Ich muß hier weg."
Bernie nickte. "Ist gut. Wir können eigentlich noch mal bei meiner Frau vorbeischauen. Vielleicht sollte ich sie mitnehmen."
Tinker, der Bernie schon umrundet hatte, während der sprach, blieb erst einmal stehen und drehte sich dann langsam um. "Du hast eine Frau? Und dann machst du sowas?!"
Tinker deutete mit einer Geste auf sie beide und die Stadt.
"War dir nicht klar, dass du sie mit deiner Flucht in Gefahr bringst?"
Alle Farbe war aus Bernies Gesicht gewichen und seine Augen weiteten sich vor Schreck, er schien wie gelähmt.
Tinker seufzte.
"Bernie. Wo werden sie zuerst suchen, wenn du abhaust? Bei ihr. Wen werden sie fragen? Sie. Wo werden sie auf dich warten? Bei ihr. Ist sie auch unfrei? Wissen sie von ihr?"
Bernie nickte zerstreut. "Ja, ihre Familie wohnt hier in der Nähe."
Tinker schüttelte resignierend den Kopf. "Es ist zu spät."
Bernie straffte sich plötzlich. "Ich werde nicht ohne sie gehen. Wenn ich sie durch mein Verhalten in Gefahr gebracht habe, dann muß ich so schnell wie möglich zu ihr! Ich muß sie da rausholen! Wir beide! Wir können sie rausholen und sie kommt mit!"
"Tut mir leid, Kumpel, aber ich bin kein Reiseleiter. Diese Sache wird für mich allein schon schwer genug. Und ich bin nicht abgehauen, nur um ein paar Stunden später dann doch in den OP geschoben zu werden. Ehrlich, ich hab nichts gegen deine Frau, aber ich kann nicht meine Freiheit für sie riskieren. Entweder sie lassen dich nicht zu ihr durch, oder wenn sie dich durchlassen, dann wartet dort ein Empfangskommitee der Behörden hinter der Tür."
Bernie nickte entschlossen. "Ich gehe nicht ohne sie! Hör mal... Ich habe Geld! Viel Geld, ich kann dich bezahlen. Sicher mehr, als du denkst!"
"Bernie. Wo will denn ein Unfreier Geld hernehmen?"
"Ich habe eine Erbschaft gemacht. Deshalb wollte ich mich und meine Frau freikaufen. Ich habe mit beiden Familien darüber geredet. Zwei Wochen später bringen sie mich zum Krankenhaus, anstatt zum Notar, wo angeblich unsere Freisetzungsverträge unterschrieben werden sollten. Das Geld habe ich noch. Bitte, das ist wirklich wichtig für mich. Lieber bin ich arm und illegal mit meiner Frau zusammen, als operiert zu werden, oder für immer getrennt von ihr zu leben."
Tinker schüttelte den Kopf. "Nein. Das ist mein letztes Wort. Jetzt deine Frau zu besuchen hieße freiwillig zurück zu gehen. Hör mal, es tut mir echt leid. Wenn du das gleich gesagt hättest, dann vielleicht. Aber inzwischen haben die sicher schon angerufen. Dafür bräuchten wir jetzt längere Vorbereitungen."
Bernie nickte. "Verstehe. Na schön. Ich danke dir, dass du mich mitgenommen hast. Ohne dich hätte ich nie den Mut gefunden, loszulaufen. Ich gehe jetzt allein weiter. Ich kann leider auf den Halsring nicht warten."
"Bernie, das ist Wahnsinn!"
Bernie lächelte schief und zuckte mit den Schultern.
Tinker nickte langsam.
"Viel Glück, Bernie. Das meine ich ernst. Pass auf dich auf. Auf euch beide."
Bernie nickte noch einmal und Tinker schaute mit einem mulmigen Gefühl in der Magengegend zu, wie Bernie weiter hinten zwischen den Passanten verschwand.
11.08.2013 13:29
Aha, da hat der Unbekannte also einen Namen bekommen.
Es bleibt spannend :)
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